Theaterstück der Berliner Compagnie
Geschrieben von jnwwebmaster am August 28 2009 09:55:41
3. September: Theateraufführung zum Antikriegstag PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Geschäftsstelle   
Dienstag, 14. Juli 2009 um 09:51

Wir möchten bereits vor der Sommerpause eine Veranstaltung zum Antikriegstag ankündigen und Sie herzlich dazu einladen!

Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch

Theaterstück der Berliner Compagnie

Gießen, Uni-Hauptgebäude (Aula), Ludwigstr. 23

Donnerstag, 3. September 2009, 19:30 Uhr

Veranstalter: Uni-ASTA, Friedensinitiative Gießen, Attac Gießen, Kreisausländerberiat, Evangelisches Dekanat Gießen, Frauen für den Frieden

Kontakt: Rainer Schmitt, Tel. 06408-3426

 

Eintrittskarten: 12 € bzw. 8 € ermäßigt

Vorverkauf: Dürerhaus Kühn, Weltladen (Bismarckstr. 9), Kino Traumstern in Lich

 

 

Die Verteidigung Deutschland am Hindukusch:

In der Bundesrepublik verschärft sich dei Auseinandersetzung um das deutsche militärische Engagement in Afghanistan. Die Bürger fragen, ob es stimmt, dass mit Hilfe der Bundeswehr dort der demokratische Aufbau eines Staates abgesichert wird - eines Staates, der dann keinen Terror mehr exportiert. Wird Deutschland am Hindukusch verteidigt? Das ist auch die grundlegende Frage unseres Stückes.

50 000 Tote in Afghanistan - von Oktober 2001 an, seit die ersten Bomben fielen, bis Ende 2007. Seltsame Befreiung von Terror, die wieder nur als Terror daherkommt... Ist, was als "Krieg gegen den Terror" ausgegeben wird, in Wahrheit ein Eroberungskrieg? Und geht es im Grunde um die Beherrschung ressourecenreicher Regionen sowie um eine geostrategisch vorteilhafte militärische Aufstellung der USA gegenüber Russland, China und dem Iran? Spielen Schröder/Merkel in Afghanistan nicht längst den Pudel wie weiland Tony Blair im Irak? Und produzieren diese Bush-Kriege nicht wieder neuen und größeren Terror? Wird also Deutschlands Sicherheit nicht am Hindukusch eher aufs Spiel gesetzt? Und wird am Ende die NATO nicht unweigerlich so geschlagen aus Afghanistan abziehen wie im vorigen Jahrhundert die Sowjetischen Truppen und im 19. die Kolonialarmee?

Weil die wahre Geschichte der Kriege die Geschichte der Opfer ist, steht im Zentrum unseres Stückes eine afghanische Familie. Ihren bitteren Weg durch den mittlerweile 30jährigen Krieg begleiten wir: von der Revolution 1978 über den sowjetischen Einmarsch und den darauf folgenden Krieg mit über einer Million Toten, den Krieg zwischen den Mujaheddin danach, die schreckliche Zeit der Taliban, die Bombardierung Afghanistans durch die USA, die bis zum heutigen Tag andauernden und vor allem für die Zivilbevölkerung immer verlustreicheren Kämpfe von OEF und ISAF. Die letzte Szene spielt in der Zukunft.

Mit den Familienmitgliedern kommen andere Figuren ins Spiel: Soldaten der verschiedenen Bestatzungsmächte, Aufständische, Politiker, Entwicklungshelfer. Und immer wieder gibt es Grund zur Bewunderung menschlicher Größe und Gelegenheit zum Lachen.

Bei all seinem dokumentarischen Charakter ist das Stück der Berliner Compagnie zugleich voll Musik und Poesie - Flügel der Fantasie auf der Suche nach einer anderen Politik, die diesem geschundenen Land Afghanistan endlich, endlich Frieden bringt.

Im Anschluss an die Aufführung wird es Gelegenheit für eine Diskussion mit den Darstellern geben!

 
 
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