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Freitod fünf Jahre nach Abschiebung
Freitod fünf Jahre nach Abschiebung 

Marin Mogos wollte zurück nach Kastel

„Wiesbadener Tagblatt“ vom 19.03.2007

Von Dieter Oberhollenzer

WIESBADEN Das Drama um die aus Kastel abgeschobene fünfköpfige Roma-Familie Mogos rückt wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit: Vater Marin, der sich seit 2002 mit Frau und Kindern im Transitzentrum des Bukarester Flughafens aufhielt, hat sich erhängt.

Bevor die Meldung über den Freitod von den Presseagenturen verbreitet wurde, entdeckte der 24 Jahre alte Kostheimer Wolfgang Stuppert am Samstag die Nachricht in der Internetausgabe der rumänisches Tageszeitung "Romania Libera". Der junge Mann, der im siebenbürgischen Klausenburg (Cluj) einen Studienaufenthalt absolviert, zeigt sich am Telefon betroffen: "Ich habe die Familie gekannt und sie 2003 im Flughafen Bukarest besucht." Damals hat sich der Kostheimer im Rahmen eines Internationalen freiwilligen Dienstes in der rumänischen Hauptstadt aufgehalten.

Das Schicksal der staatenlosen Roma-Familie Mogos sorgt seit Jahren für Schlagzeilen. Im März 2002 wurden das seit zehn Jahren am Philippsring in Kastel lebende Ehepaar Marin und Anisoara Mogos sowie die drei Kinder Gabriela, Gheorghe und Dorina - damals 15, 17 und 18 Jahre alt - nach der Ablehnung eines Asylantrags nach Rumänien abgeschoben. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hatte nach langem juristischen Tauziehen auch einen Aufenthalt auf dem Weg der Duldung abgelehnt.

Aber die fünfköpfige staatenlose Roma-Familie lehnte die Einreise nach Rumänien aber kategorisch ab - sie rechnete dort mit erheblichen Repressalien. Seit der Abschiebung aus Deutschland vor fünf Jahren lebt sie in der neutralen Zone des Transitlagers auf dem Bukarester Flughafen und weigert sich beharrlich, die rumänische Staatsbürgerschaft anzunehmen und einzureisen. Eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte im Jahre 2004 wurde abgewiesen.

Die Familie gehört zu rund 500 Rumänen, die von der Geheimpolizei Securitate drangsaliert wurden und 1990 während der Unruhen nach dem Sturz des Diktators Ceaucescu nach Deutschland flohen. Sie legten sie die rumänische Staatsbürgerschaft ab, ohne jedoch in Deutschland eingebürgert worden zu sein. Viele von diesen Staatenlosen wurden abgeschoben, nachdem sich Bukarest bereit erklärt hatte, sie wieder aufzunehmen. Ein deutsch-rumänisches Abkommen hatte dies ermöglich.

Der Wunsch, wieder in Deutschland zu leben und der Hass auf Rumänien hat sich nach Beobachtungen von Besuchern bei Familie Mogos immer mehr verfestigt. "Gerade Vater Marin hat oft betont, er werde nicht lebend rumänischen Boden betreten. Auch seine Kinder wolle er mit in den Tod nehmen", wurde die Wiesbadener Anwältin Alexandra Dennhardt 2003 zitiert. An dieser Einstellung hat sich nach dem EU-Beitritt Rumäniens in diesem Jahr nichts geändert. Das Leben auf dem Flughafen ist mit vielen Einschränkungen und Entbehrungen verbunden. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten ist unzureichend. Alle Familienmitglieder leiden unter Depressionen und Angstzuständen. Die älteste Tochter hat den Transitbereich inzwischen wohl verlassen.

"Ich habe mich mehrmals in den Transitbereich geschmuggelt und Insulinspritzen mitgebracht. Herr Mogos ist Diabetiker", erinnert sich der Student Wolfgang Stuppert. "Nach wenigen Minuten hat die ganze Familie nur noch geheult. "

http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2754885
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