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Nützliche Nachrichten 01/01/2012 Teil 2

Freitagsgebete auf Englisch jedoch nicht Kurdisch


Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erfahren hat,

kündigte der Präsident des türkischen Amtes für

Religionsangelegenheit (Diyanet), Mehmet Gormez an, dass

seine Behörde die Freitagsgebete, die in den historischen

Istanbuler Moscheen gehalten werden, für ausländische

Touristen ins Englische übersetzt werden: „Es ist wichtig, dass

die Touristen wissen, was in den Moscheen auf Türkisch gesagt

wird“. Diyanet kontrolliert den islamischen Glauben und verwaltet

alle ihm unterliegenden Moscheen, auch die in Deutschland.


Dieser Schritt der türkischen Regierung ist zu begrüßen. Da

jedoch die Übersetzer und Touristenführer einem „Test“

unterzogen werden, wie weit sie den Islam kennen, ist zu

befürchten, dass die türkische Regierung unter Recep Tayyip

Erdogan ihr Verständnis und ihre Ansicht des Islam, sowohl den

Übersetzern als auch den ausländischen Touristen aufzwingen

will. Die türkische Regierung will nur eine Interpretation des Islam

zulassen. In den Jahren 2008-2011 schickte die türkische

Regierung 10.000 neue Imame nach Türkisch-Kurdistan, die die

Kurden auf die „richtige Linie“ bringen sollten.


Vor dem Hintergrund, dass es den 15 Millionen Kurden in der

Türkei bis heute nicht gestattet wird, in ihren Moscheen, in der

historischen Heimat der Kurden auf Kurdisch zu beten, ist diese

Politik der Regierung in Ankara ein blanker Hohn. Den Imamen

in Südostanatolien wird nicht erlaubt, auf Kurdisch zu predigen.

Viele Kurden verstehen auch nach 90 Jahren massiver

Zwangstürkisierung immer noch kein Türkisch.


Aus diesem Grunde nehmen seit März 2011 Zehntausende

Kurden an einer sehr wirksamen Art des zivilen Ungehorsams

Teil, das in den Mittelpunkt einer Auseinandersetzung zwischen

der regierenden türkischen Partei AKP und der kurdischen

Bürgerrechtsbewegung in der Südosttürkei gerückt ist. In

Diyarbakir, der heimlichen Hauptstadt von Türkisch-Kurdistan

boykottieren jeden Freitag muslimische Gläubige die Gebete an

staatlich kontrollierten Moscheen. Stattdessen verrichten sie ihre

Gebete unter dem freien Himmel oder unter riesigen Zelten, um

die Predigten in ihrer kurdischen Muttersprache zu hören.


Der „Moscheenboykott“ begann, nachdem der türkische Diyanet

es abgelehnt hat, in den Moscheen in dem überwiegend von

Kurden bewohnten Südosten die kurdische Sprache zuzulassen.

Eine Gruppe pensionierter kurdischer Imame und Islamgelehrter

startete dann den Boykott, um den sprachlichen Status Quo zu

durchbrechen.


„Wir sind Kurden. Das ist unsere Muttersprache, die Sprache, die

wir von unseren Eltern gelernt haben. Lasst uns diese Sprache in

den Gerichtssälen und in den Moscheen sprechen“ sagte ein

kurdischer Imam. „Bis es uns nicht mehr verboten ist, Kurdisch in

unseren Moscheen zu sprechen, werden wir auf der Straße

beten.“


Kurden machen schätzungsweise 20 Prozent der 70 Millionen

Einwohner der Türkei aus. Bis in die späten 1980er Jahre war

die kurdische Sprache strikt verboten. Heute sind diese Verbote

zwar gelockert, allerdings will die türkische Regierung die

kurdische Sprache weiterhin von Schulen, Moscheen, Gerichten

und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens per Gesetz

fernhalten. Die Kurden wollen aber, dass das Kurdische als

Kundgebungen durchgeführt, Schul- und Amtssprache in kurdischen

Dörfern und Städten anerkannt wird.


(Gesellschaft für bedrohte Völker,

nahost@gfbv.de, www.gfbv.de)




Roj-TV: Stimme der Kurden schweigt

Von Nick Brauns


In vielen kurdischen Wohnungen bleibt der Fernseher derzeit

dunkel. Der französische Satellitenanbieter Eutelsat hat am 23.

Januar die Übertragung des Programms vom kurdischen

Fernsehsender Roj TV eingestellt. Damit reagierte das

Unternehmen, an dem auch der französische Staat beteiligt ist,

auf das Urteil eines Kopenhagener Gerichts, das dem in

Dänemark lizenzierten Sender Verstöße gegen die dortigen

Antiterrorgesetze unterstellt hatte. Der Sender würde

Propaganda für die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) betreiben

und werde auch von dieser finanziert, hatte das Gericht erklärt,

aber eine von der Staatsanwaltschaft geforderte Schließung des

Senders abgelehnt. Das erledigte nun Eutelsat.

Die Verantwortlichen von Roj TV wollen gegen die Entscheidung

des Unternehmens klagen und zeigten sich zuversichtlich, im

Laufe der nächsten Tage einen neuen Satellitenbetreiber zu

finden. Bis dahin ist der Sender weiter über das Internet zu

empfangen.


»Roj TV ist das Auge, das Ohr und die Stimme des kurdischen

Volkes; es ist die Stimme derjenigen, die Demokratie und

Frieden fordern«, protestierte die Vorsitzende der prokurdischen

Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in der Türkei, Gültan

Kisanak, gegen die Abschaltung. In Paris demonstrierten am

Montagabend 20 kurdische Jugendliche und besetzten unter der

Losung »Occupy Eutelsat« Büros des Satellitenbetreibers. Die

Teilnehmer der Aktion wurden von der französischen Polizei

festgenommen.


Mit seinen Sendungen in türkischer und kurdischer Sprache, in

denen regelmäßig auch hochrangige PKK-Vertreter zu Wort

kamen, erreichte Roj TV Millionen Menschen in Europa und dem

Nahen Osten. Nach dem Verbot von zwei Vorgängersendern

durch Frankreich und Großbritannien hatten die türkische und die

US-Regierung ihre europäischen NATO-Partner gedrängt, auch

gegen das seit 2004 arbeitende Roj TV vorzugehen. Wie vom

Onlineenthüllungsportal Wikileaks veröffentlichte Dokumente

belegen, versprach auch der frühere dänische Ministerpräsident

Anders Fogh Rasmussen eine Schließung des Senders im

Gegenzug für die Unterstützung der Türkei zu seiner Wahl zum

NATO-Generalsekretär im Jahr 2009. Ein 2008 in Deutschland

durch das Innenministerium verhängtes Verbot des Senders war

im folgenden Jahr vom Bundesverwaltungsgericht aus

europarechtlichen Gründen gekippt worden. Auch in Belgien, wo

sich die Studios von Roj TV befinden, läuft ein

Ermittlungsverfahren gegen den Sender.


(junge Welt, 25.1.12; www.roj.tv)




Die Blockade gegen Roj TV dauert an


Die Entscheidung des Kopenhagener Gerichts gegen Roj TV

vom 10. Januar ist noch nicht rechtskräftig, aber faktisch wird

schon eine Blockade vollzogen, obwohl Roj TV Revision

eingelegthat. Dennoch hat das Unternehmen Eutelsat sowie die

Danske Bank die Zusammenarbeit mit Roj TV beendet. Die

Danske Bank hat Roj TV eine schriftliche Erklärung zukommen

lassen, in der sie mit Bezug auf den § 114 des dänischen

Strafgesetzbuches die Zusammenarbeit mit Roj TV aufkündigt.


Roj TV hat darauf aufmerksam gemacht, dass diese

Maßnahmen gleich nach der Erklärung des US-Botschafters in

Ankara ergriffen wurden. Der US-Botschafter Francis

Ricciardone hat am 27 Januar in einem Gespräch mit den

türkischen Medienvertretern erklärt: „Roj TV schweigt, es wird

alles Mögliche für die Türkei getan“, womit er die

Zusammenarbeit zwischen der Türkei und der USA betonte. Roj

TV erklärte darauf: „Aus den Wikileaks-Dokumenten geht hervor,

dass die USA, Dänemark und die Türkei Roj TV rechtswidrig und

aus rein politischen Motiven sanktioniert und somit die Presse-

und Meinungsfreiheit verletzt haben.“


Roj TV appelliert an die dänische Regierung: „Aufgrund der

Erklärung der Bank hat die dänische Regierung Kenntnis davon,

aus welchem Grund die Zusammenarbeit mit Roj TV beendet

worden ist. Diese Handlungen belegen, dass die Entscheidung

des Gerichts nicht anerkannt wird. Die Umsetzung der

Entscheidung des Kopenhagener Stadtgerichts wird durch den

dänischen Staat verhindert. Wir rufen daher die dänischen

Medien, Öffentlichkeit und die Bevölkerung zur Solidarität auf.”


Ab dem 23. Januar hat der französische Satellitenbetreiber

Eutelsat die Übertragung von Roj TV über die Satelliten

unterbrochen. Nach dem die Übertragung dann über Intelsat 1 W

fortgeführt werden konnte, wurde auch diese Übertragung nach

einem Tag aufgrund des Drucks der USA unterbrochen. Die

Übertragung von Roj TV wird seitdem über das Internet

fortgeführt.


Roj TV hat eine Klage gegen Eutelsat eingereicht. Die Anhörung

hat am 2. Februar vor dem Verwaltungsgericht stattgefunden.

Eine Entscheidung wird am 10. Februar erwartet.


(ANF, 1. und 2.2.12, ISKU)





Haftstrafe für ehemaligen Bürgermeister wegen Interview

in Los Angeles Times


Der ehemalige Bürgermeister von Êlih (Batman) Hüseyin Kalkan

wurde von der Strafkamer Diyarbakir zu 10 Monaten Haft

verurteilt. Kalkan wurde vorgeworfen, in einem Interview mit der

Los Angeles Times 2006 für die PKK Propaganda betrieben zu

haben. Hüseyin Kalkan wurde im Rahmen der sogenannten

KCK-Operationen verhaftet.


(ANF, 2.2.12, ISKU)




Frankreichs Senat verabschiedet Gesetz gegen Genozidleugnung


„Die Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für

Völkerverständigung e.V. begrüßt die Verabschiedung einer

Gesetzesvorlage zur Bestrafung von Genozidleugnung durch die

zweite gesetzgebende Kammer Frankreichs. Mit der zu

erwartenden Unterzeichnung durch Präsident N. Sarkozy tritt das

Gesetz demnächst in Kraft und erlaubt dann auch die

Pönalisierung der Leugnung von Genoziden, die vor der UN-

Völkermordkonvention von 1948 begangen und durch die

nationale Gesetzgebung Frankreichs „anerkannt“ wurden. Zu

diesen Fällen gehört der Genozid gegen die armenischen Bürger

des Osmanischen Reiches 1915/16.


Damit hat Frankreich nach den EU-Staaten Spanien und

Slowakei ein Gesetz eingeführt, das die Leugnung von

Völkermord – von dem jüdischen Friedensnobelpreisträger Elie

Wiesel treffend als „zweite Tötung“ bezeichnet – grundsätzlich

und nicht nur im Fall der Holocaustleugnung unter Strafe stellt.

Eine analoge Ausweitung des §130 StGB (Deutschland) hatte

die Arbeitsgruppe Anerkennung, unterstützt von überregionalen

armenischen, aramäisch/assyrischen und griechischen

Verbänden sowie Ortsvereinen, schon am 15. Oktober 2008

beim Deutschen Bundestag beantragt. Wir werden jetzt die

deutschen Gesetzgeber um eine zügige Entscheidung im Sinne

der Antragsteller bitten…


(http://www.agaonline.org/news/detail.php?newsId=475&locale=de, 24.1.12)




Ragip Zarakolu für den Friedensnobelpreis


Schwedische Abgeordnete schlagen den inhaftierten

Menschenrechtler Ragip Zarakolu als Kandidat für den

Friedensnobelpreis vor. Sie begründeten ihren Vorschlag damit,

dass R. Zarakolu Informationen über den Genozid an den

Armeniern sowie zur Lage der Kurden veröffentlicht habe, die

beide Tabus in der Türkei darstellen. Für derartige Publikationen

wurde der Verleger und Menschenrechtler Zarakolu in seiner

Heimat mehrfach verurteilt. Vor einem Monat schrieb der Ende

Oktober 2011 im Rahmen der KCK-Operationen festgenommene

Zarakolu aus der Haft an die Große Nationalversammlung der

Türkei und forderte sie auf, den Genozid an den Armeniern

anzuerkennen: „Die Türkei muss sich ihrer Geschichte stellen.

Das ist nicht allein eine Verpflichtung gegenüber den Opfern,

sondern ebenso eine Pflicht, um eine gesunde Denkungsart in

der Gesellschaft zu gewährleisten. Die Anerkennung des

Genozid wird die Türkei nicht schmälern, sondern im Gegenteil

stärken.“


Es wäre zu begrüßen, wenn auch die im Bundestag vertretenen

Fraktionen, ihren schwedischen KollegInnen folgen würden.

(http://www.agaonline.org/news/detail.php?newsId=487&locale=de, 3.2.12)




Europa-Rat: Türkische Justiz muss Menschenrechte besser schützen

 

Nach seiner jüngsten Türkeireise (10.-14.10.2011) veröffentlichte

der Menschenrechtsbeauftragte des Europa-Rates (Council of

Europe; CoE), Thomas Hammarberg, seinen 39 Seiten langen

Bericht. Darin wird vor allem die lange Verfahrensdauer und

Untersuchungshaftzeit gerügt, ebenso wie die häufig mindere

Qualität der Urteile. Auch der exzessive Missbrauch des

Antiterrorismusgesetzes gibt dem Menschenrechtsbeauftragten

Anlass zur Besorgnis: „Terrorismus stellt eine große

Herausforderung, muss aber bei voller Achtung der

Menschenrechte bekämpft werden. Staatsanwälte und Richter

müssen weiterhin für das Verfahrensrecht der Europäischen

Menschenrechtskonvention sensibilisiert werden, namentlich mit

Hinblick auf die Unterscheidung von Terrorakten sowie

Handlungen, die unter die Grundrechte der Gedankenfreiheit, der

Freiheit der Meinungsäußerung, der Vereinsfreiheit und

Versammlungsfreiheit fallen.“ Die Kommentare türkischer

Behörden sind dem Bericht beigefügt.


(http://aga-online.org/news/attachments/Report_ThomasHammarberg_CoE.pdf)




Bewohner Hasankeyfs blockieren Topkapi Palast in Istanbul


Bewohner aus Hasankeyf haben am 26. Januar in Istanbul den

Eingang zum Topkapi Palast, einem der berühmtesten Bauwerke

Istanbuls blockiert. Mit dieser außergewöhnlichen Aktion wollen

sie auf das drohende Schicksal ihrer antiken Stadt und gegen

den Bau des Ilisu Staudammes protestieren. Sie rollten ein

Banner aus, auf dem zu lesen war: „UNESCO

Weltkulturerbestätte Topkapi und Hasankeyf kann man nicht

versetzen!“


Der Topkapi Palast, Regierungssitz während des Osmanischen

Reiches, ist UNESCO Weltkulturerbe. Die Demonstranten

fordern den Stop des Ilisu Projektes und stattdessen die

Ausweisung ihrer Stadt zum UNESCO Welterbe.


Hasankeyf hat eine über 10.000 Jahre alte Geschichte und gilt

als eine der ältesten Städte der Erde. Eine wissenschaftliche

Überprüfung hatte ergeben, dass Hasankeyf und das

benachbarte Tigristal als einzige Region der Welt 9 von 10

Kriterien der UNESCO für Weltkultur- und –naturerbe erfüllt.

Doch die türkische Regierung verweigert den Schutz,

stattdessen soll Hasankeyf im Ilisu Stausee versinken. 65.000

Menschen sollen umgesiedelt werden, zahlreiche Arten dürften

aussterben.


Seit 2010 baut die Türkei jedoch wieder am Ilisu Projekt.

Türkische Banken übernahmen die Finanzierung. Auch in

Hasankeyf wird an Neu Hasankeyf gearbeitet. Erste Häuser

sollen im Herbst 2012 bezugsfertig sein. Die Bewohner

Hasankeyfs wollen sich allerdings weigern in die neue Stadt zu

ziehen.


(ECA Watch Österreich,

ilisu-info-bounces@gegenstroemung.org, 26.1.12)




Familienzusammenführung und Rückkehr von Gazale Salame


Am 5. Dezember 2011 richtete sich Heiko Kauffmann,

Vorstandsmitglied von Pro Asyl, in einem Offenen Brief an den

Ministerpräsidenten David McAllister mit der Bitte der

„Missachtung des Kindeswohls“ im Fall der Familie Salame/Siala

endlich ein Ende zu setzen. Auch die Landtagsabgeordneten des

Landes Niedersachsens wurden in einem Schreiben des Gazale

Unterstützerkreises aufgefordert, sich dem Einsatz für die

Zusammenführung der Familie nach beinahe 7 Jahre langer

Trennung anzuschließen. Dieser Brief wurde unter anderem

unterzeichnet von der ehemaligen Bundesjustizministerin Herta

Däubler-Gmelin, Migrationsforscher Prof. Dr. Klaus Bade, Prof.

Dr. Lothar Krappmann, Heidi Merk, Pastorin Fanny Dethloff

u.v.m.

Die in Deutschland integrierte Familie Salame/Siala aus dem

Landkreis Hildesheim wurde am 10. Februar 2005 durch die

Abschiebung der schwangeren Mutter Gazale Salame mit ihrem

Kleinkind in die ihr völlig fremde Türkei auseinandergerissen.

Zurück blieb Vater Ahmed Siala mit den beiden älteren Töchtern.

Ahmed und Gazale sind beide bereits als Kinder mit ihren Eltern

vor dem libanesischen Bürgerkrieg geflohen und kämpfen noch

immer um ein gemeinsames Aufenthaltsrecht für sich und ihre in

Deutschland (und im türkischen Exil) geborenen Kinder…


(http://www.nds-fluerat.org/7498/aktuelles/aufruffamilienzusammenfuehrung-

und-rueckkehr-gazale-salame/)




IPPNW-Delegationsreise 17. bis 29. März 2012


Gisela Penteker von der IPPNW teilt mit: Es geht

mit der Delegationsreise am 17. März los. Wir treffen uns in

Istanbul und fliegen dann von dort gemeinsam weiter.Unsere

Reise ist nötiger denn je. In Kurdistan ist Krieg, ein Krieg, der

hier totgeschwiegen und mit deutscher und NATO-Unterstützung

gegen die Kurden geführt wird.


Stationen unserer Reise werden Diyarbakir und Van sein. Dersim

wäre lange dran, die Freunde in Hakkari warten sicher auf uns.

Ich würde gerne mal wieder nach Adana, Urfa und Viransehir

fahren, Midyat und Mor Gabriel wären auch wichtig, Sirnak und

Nuseybin sind in einer besonders schwierigen angespannten

Lage.


Was ich damit sagen will: Der Plan steht noch nicht und ist offen

für Wünsche und Vorschläge. Bitte meldet Euch bald, die Liste

wird schnell voll sein.


Kontakt: Dr. Gisela Penteker, Penteker@t-online.de




Newroz-Delegation „Ez jî li vir im“


Die diesjährigen Newrozfeierlichkeiten in

Nordkurdistan/Türkei werden in der Phase der seit 2009

andauernden sogenannten KCK-Operationen stattfinden. Daher

sollen die Newroz-Delegationen aus Europa ein Ausdruck der

Solidarität mit den ca. 6000 in der Türkei zu Unrecht Inhaftierten,

zumeist kurdischen Oppositionellen, werden.


Bis zum heutigen Zeitpunkt, dem 17. Januar 2012, sind unter

den Inhaftierten insgesamt 6 Abgeordnete, 16

BürgermeisterInnen, 97 JournalistenInnen, 43 AnwältInnen,

hunderte Führungspersönlichkeiten der Partei für Frieden und

Demokratie (BDP) und anderer oppositioneller Parteien,

AkademikerInnen, hunderte LokalpolitikerInnen, StudentInnen,

Frauenaktivistinnen, UmweltaktivistInnen und Mitglieder

zivilgesellschaftlicher Strukturen. Nicht zu vergessen sind die

2.672 verurteilten und inhaftierten Kinder und 500

SchülerInnen…


Diese Fakten reichen aus, um zu erkennen, dass die AKP-

Regierung unter dem Vorwand der „Terrorbekämpfung” allen

voran die Kurden und andere demokratisch-oppositionelle Kräfte

zum Schweigen bringen will, indem sie alle zu inhaftieren

versucht.


Weil die kurdischen politischen Häftlinge ihre Verteidigung in

ihrer Muttersprache Kurdisch halten wollen, ist der

Prozessverlauf vor Gericht ins Stocken geraten. Um gegen die

ablehnende Haltung der Gerichte gegen ihre Muttersprache zu

protestieren, antworten sie bei der Anwesenheitskontrolle des

Gerichts auf Kurdisch mit dem Satz „Ez li vir im“ auf Deutsch: Ich

bin hier. Aus Solidarität mit den Inhaftierten hat sich aus dem „Ez

li vir im” eine Kampagne mit der Parole „Ez jî li vir im – Ich bin

auch hier” entwickelt. Dies stellt im Kern eine Art Selbstanzeige

dar. Auch wir nutzen für die Newroz-Delegationen das Motto „Ez

jî li vir im – Ich bin auch hier”. So bringen wir zum Ausdruck, dass

diese Menschen, die zu Opfern des AKP-Terrors geworden sind,

nicht allein sind.


Geplanter Zeitraum für die Delegationsreise ist vom 17. März bis

24. März 2012. Sie wird vom Civaka Azad – Kurdisches Zentrum

für Öffentlichkeitsarbeit e.V. in Zusammenarbeit mit der Partei für

Frieden und Demokratie (BDP) organisiert und von Yek-Kom,

ISKU, Cenî, YXK und Kurd-Akad unterstützt.

(k.delegationen@googlemail.com)




Newroz-Delegation nach Süd-Kurdistan


Das Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V. veranstaltet eine

Delegationsreise nach Süd-Kurdistan (Irakisch-Kurdistan) und

ruft kurdische und europäische AkademikerInnen, PolitikerInnen

und MenschrechtlerInnen dazu auf, sich an den

Delegationsreisen zu beteiligen.


Thematischer Schwerpunkt ist unter politischen Gesichtspunkten

insbesondere der Stand hinsichtlich einer Konferenz zur

nationalen Einheit sowie der autonome Status Südkurdistans.


Auf der Reiseroute stehen – unter Berücksichtigung der aktuellen

Sicherheitslage zum Reisezeitpunkt – Hewler, Sulaimania, und

das Flüchtlingslager Maxmur. Unter politischen Gesichtspunkten

geplant sind Gespräche mit dem Büro des Kurdistan National

Kongresses (KNK) in Hewler sowie dem dortigen

Menschenrechtsverein. Vom KNK-Büro in Hewler werden

weitere Gespräche vor Ort sowie ein Parlamentsbesuch geplant.

Neben einem Besuch der deutschen Schule in Hewler wird auch

die Universität ein Ziel der Reise sein. Die Teilnahme an der

Newroz-Veranstaltung im Flüchtlingslager Maxmur ist ebenfalls

Bestandteil des Programms.


Flug: Samstag, 17. März, voraussichtlich von Frankfurt a.M. nach

Hewler (Erbil). Der Rückflug ist am 24.03.2012 von Hewler

voraussichtlich nach Frankfurt a.M.


Die Reisekosten belaufen sich auf ca. 900,- € für die Flugtickets

(abhängig vom tagesaktuellen Flugpreis bei Buchung, wobei eine

evtl. Restsumme selbstverständlich rückerstattet wird). Zu

berücksichtigen sind bei der persönlichen Planung auch die

Kosten für Unterkunft und Verpflegung, die vor Ort durch die

Teilnehmer selbst zu tragen sind.


Kurd-Akad. Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V.,

info@kurd-akad.com, www.kurd-akad.com




Neuerscheinungen


Stranên Kurdî / Kurdische Lieder


Camila Calil


Die kurdische Musikethnologin Camila Calil aus Armenien ist

Autorin zahlreicher Bücher zur kurdischen Volksmusik. Sie

arbeitete 35 Jahre lang als Musikredakteurin im Kurdischen

Radio Yerevan vom 1967 bis 2002.

Sie hat einen Teil ihrer umfangreichen Sammlung

wissenschaftlich bearbeitet, dokumentiert und mit Noten

versehen. Zu ihrer Arbeit zählen auch 40 Volkslieder, die sie für

eine Instrumentalgruppe bearbeitet hat. Sie sind nun unter dem

Namen „Stranên Kurdî“ in Österreich neu veröffentlicht.

Zu bestellen bei: Institut für Kurdologie – Wien, ISBN 3-90218512-

0, http://www.kurdologie-wien.at, jalilejalil@yahoo.com,

Fax: 0043 2773 42558




Warum das Kamel beleidigt war


Jalile Jalil


Das Buch basiert auf einer Geschichtensammlung von Professor

Jalile Jalil und ist zweisprachig – Deutsch und Kurdisch. Alle

Erzählungen basieren auf mündlich tradierten Volkmärchen, die

von Jalil literarisch überarbeitet wurden. Das Buch ist geeignet

für das Studium, für Schulen oder Private. Es ist auch zu

empfehlen für Diejenigen, die ihre Sprachkenntnisse erweitern

und mehr über kurdische Mythen und Hintergründe lernen

möchten.

Zu bestellen bei: Institut für Kurdologie – Wien, ISBN 3-902185

19-8, http://www.kurdologie-wien.at, jalilejalil@yahoo.com,

Fax: 0043 2773 42558




»Infobrief Türkei«


Der »Infobrief Türkei« ist ein drei- bis viermal im Jahr

erscheinendes Informationsmedium zu den politischen

Entwicklungen im Zusammenhang mit der Türkei. Die Redaktion

beansprucht, aktuelle Übersicht mit fundierter Analyse zu

verbinden und so eine politische Einschätzung im Dschungel der

tagesaktuellen Meldungen und Berichte zu liefern – aus

herrschaftskritischer Perspektive und in solidarischer

Verbundenheit mit allen politischen Kräften, die sich für eine

demokratische und sozial gerechte Gesellschaft einsetzen.


Die Beiträge können auch im Internet

(http://infobrieftuerkei.blogspot.com) gelesen werden.


Rosa Luxemburg Stiftung Hessen, hessen@rosalux.de,

www.hessen.rosalux.de





Hinweis auf sonstige Infostellen


Azadi, azadi@t-online.de; www.nadir.org/azadi/

 

Demokratisches Türkeiforum, info@tuerkeiforum.net,

www.tuerkeiforum.net


Europäischer Friedensrat Türkei/Kurdistan,

www.barismeclisi.com/html/index.php?newlang=german


Europäisches Zentrum für Kurdische Studien - Berlin,

info@kurdwatch.org, www.kurdwatch.org


Gesellschaft für bedrohte Völker, nahost@gfbv.de, www.gfbv.de


ISKU | Informationsstelle Kurdistan e.V., isku@nadir.org;

www.nadir.org/isku/


Kurdmania.com, Portal für Politik & Kultur, www.kurdmania.com


Koalition für einen Demokratischen Irak (KDI), kdi@gmx.net


Koalition Demokratisches Syrien (KDS), kds-info@gmx.net

 

Kurdisches PEN-Zentrum, webmaster@pen-kurd.org,

www.pen-kurd.org/


Kurdistan Report, www.kurdistanreport.de


Mezopotamian Development Society, MESOP@online.de,

www.mesop.de


NAVEND – Zentrum für kurdische Studien e.V., info@navend.de,

http://www.navend.de/


Österreichisch-Kurdische Ges. für Wissenschafts- u. Kulturaustausch,

office@ok-gesellschaft.at, www.ok-gesellschaft.at/


The Turkish Economic and Social Studies Foundation (TESEV),

www.tesev.org.tr/eng/


Zentrum für Türkeistudien, www.zft-online.de


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Ende Nützliche Nachrichten 1-2/2012


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