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Freitag Demo gegen Neonazis


Freitag Demo gegen Neonazis

Landrat und OB unterzeichnen Aufruf
Wetzlar  (rm). Unter dem Motto „Bunt statt braun“ ruft ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Schulen, Politikern und Privatpersonen für kommenden Freitag (19. März) zu einem Mahngang mit Kundgebung gegen Neonazi-Umtriebe in Wetzlar auf.
 
Der Zug beginnt um 17 Uhr am Ende der Bahnhofstraße/Buderusplatz und führt über Karl-Kellner-Ring, Langgasse, alte Lahnbrücke, Eisenmarkt zum Domplatz. Dort schließt sich um 17.30 Uhr eine Kundgebung an.
 
Bereits bei der Neonazi-Demonstration im Oktober 2008 hatten sich viele Wetzlar dem braunen Aufmarsch entgegengestellt. Neuer Anlass ist der bislang nicht aufgeklärte Brandanschlag auf das Wohnhaus von Joachim Schaefer, Pastoralreferent der katholischen Domgemeinde, in der Nacht zum 5. März.
 
Schaefer ist einer der Unterstützer des bürgerschaftlichen Widerstandes gegen rechtsextreme Aktivitäten in der Domstadt. Er ist in der katholischen Jugend- und Sozialarbeit tätig, dokumentiert die Aktivitäten der extrem Rechten in Wetzlar mit seiner Videokamera und macht sie über das von ihm betreute „Jugendnetz Wetzlar“ publik.
 
Durch diese Filme, unter anderem auf YouTube veröffentlicht, geriet er in den Fokus der Neonazi-Szene. So gibt es zum Beispiel im Internet eine Reihe von anonymen Drohungen gegen Schaefer wie auch Gruppen, die sich gegen die Neonazis engagieren. Sie reichen von Beschimpfungen bis zur Androhung, man werde „zurückschlagen“ und „Vergeltungsmaßnahmen verüben“. Auf der Homepage einer rechten Gruppierung in Wetzlar wird dazu aufgerufen, Namen, Adressen, Bilder und Telefonnummern von „Antifaschisten, Antideutschen, Kommunisten, Mitgliedern in Bündnissen gegen Rechts“ zu melden. Diese werden als „Schandflecken“ der Stadt bezeichnet.
 
Bündnis will ein Zeichen setzen
Landrat Wolfgang Schuster und Oberbürgermeister Wolfram Dette stellen dem in einem Aufruf zur Demonstration entgegen: „Wetzlar ist eine liebens- und lebenswerte Stadt. Und wir wollen, dass das so bleibt! Wir wollen, dass das Leben in unserer Stadt für alle Menschen lebenswert bleibt. Deshalb können wir nicht dulden, dass eine Familie in Angst und Schrecken versetzt wird.“ Veranstalter der Demo ist das „Wetzlarer Bündnis gegen Nazis“. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören neben Schuster und Dette unter anderem Superintendentin Ute Kannemann, Fußballweltmeisterin Nia Künzer, das Team des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, Ausländerbeiratsvorsitzender Bayram Serin, Pastor Peter Kollas, Mürvet Öztürk (Landtagsabgeordnete Grüne) und Christel Streubel-Piepkorn (Schulleiterin Hessenkolleg).
 
Auch wenn die Polizei noch keine Täter oder konkreten Hinweise auf den Hintergrund des Anschlags auf Schaefer ermitteln konnte, will das Aktionsbündnis ein Zeichen setzen gegen rechtsradikale Umtriebe in der Stadt.
 
Menschenleben aufs Spiel gesetzt
In dem von DGB-Chef Ernst Richter verantworteten Aufruf heißt es: „Seit November 2009 hat es bereits zweimal Anschläge mit Farbkugeln auf das Haus der Familie Schaefer gegeben. Diese stehen offensichtlich im Zusammenhang mit einer Veranstaltungsreihe gegen Rechts im Wetzlarer Harlekin. Nach Bombendrohungen gegen das Lokal konnten die Veranstaltungen nur unter Polizeischutz stattfinden. Außerdem sind zunehmend Hakenkreuzschmierereien an öffentlichen Plätzen und Pöbeleien vor und in Lokalen zu vernehmen, in denen die Jungnazis als unerwünscht erklärt wurden. Mit dem Brandanschlag hat die Gewalt eine neue Qualität bekommen, bei der das Leben von Menschen aufs Spiel gesetzt wird. Dem muss Einhalt geboten werden. Wir wollen, dass das Leben in Wetzlar für alle Menschen lebenswert bleibt.“
 
Keine heiße Spur
Nach dem Brandanschlag auf das Haus von Pastoralreferent Joachim Schaefer hat die Polizei eine Sonderkommission gebildet, an der 15 Beamte mitarbeiten. „Derzeit gibt es weder eine heiße Spur noch Täterhinweise“, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Braun (Foto), Leiter der Wetzlarer Zweigstelle der Staatsanwaltschaft Limburg, auf Nachfrage dieser Zeitung. Ermittelt werde weiterhin wegen versuchter schwerer Brandstiftung und eines versuchten Tötungsdeliktes. Die am Tatort sichergestellte Flasche mit brennbarer Flüssigkeit werde derzeit vom Landeskriminalamt auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren untersucht. Konkrete Hinweise, dass ähnlich ausgeführte Brandanschläge im November 2008 in Niedergirmes gegen eine Moschee und ein türkisches Vereinslokal mit der Tat im Zusammenhang stehen, gebe es ebenfalls nicht. Dem werde aber nachgegangen, so Braun.
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